Mein Leben danach lief im Funktionsmodus weiter. Auslandseinsatz, beruflichem Druck – ohne Zeit für Regeneration, keinen Raum für echten Aufbau.
2016 folgte der nächste Einschnitt: eine Krebsdiagnose - familiär bedingt.
Erst rückblickend wurde mir klar, dass mein Körper zu diesem Zeitpunkt bereits seit Jahren unter einer dauerhaften systemischen Belastung stand –ausgelöst und verstärkt durch medizinische Eingriffe, bei denen Ursachen nie ganzheitlich betrachtet wurden.
Nach der Krebsbehandlung begann ich, diese Zusammenhänge grundlegend zu hinterfragen.
Ich startete meine Heilpraktikerausbildung und nahm als erstes den Darm unter die Lupe.
Denn der Darm war all die Jahre kein Thema gewesen – obwohl er entscheidend dafür ist,
wie Entzündungen verarbeitet werden, wie belastbar das Immunsystem bleibt und ob echte Regulation möglich ist.
Ich begann, meinen Darm gezielt wieder aufzubauen – über Ernährung, Mikronährstoffe und ein fundiertes Verständnis des Mikrobioms. Schritt für Schritt. Langfristig.
Heute steht der Darm im Zentrum meiner Arbeit.
Nicht als isoliertes Thema, sondern als Schlüssel, um Entzündung, Belastung und Regulationsfähigkeit überhaupt zu verstehen.
Ich begleite Menschen dort, wo lange nur Symptome behandelt wurden – und helfe, Zusammenhänge zu erkennen, bevor der Körper die Notbremse zieht.